"Ideen sind reichlich da, Markt auch"

Bericht in der IUK OWL 01/2010

 

Mit einem patentierten System vereint „projekt w“ Geländer und Anprallschutz für Parkhäuser und ist damit erfolgreich: für das Geschäftsjahr 2009 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzplus von 20 Prozent.

 

Parkhaustechnik INTEGRATüftler? Als Tüftler versteht sich Dirk Welschof nicht – aber Ideen brodeln in dem Firmenchef der „projekt w – Systeme aus Stahl GmbH“ reichlich. 1995 hat sich der diplomierte Betriebswirt selbstständig gemacht. Damals hat er die Produkte von Rankgitteranlagen aus dem väterlichen Betrieb übernommen, der damaligen Wego GmbH. 1997 kamen dann Absturzsicherungen für Parkhäuser hinzu, „durch Zufall“, wie Welschof sagt, ein Kunde hatte ihn auf die Idee gebracht. Für die bisher für die Produkte genutzten Stahlgittermatten wurde ein neues Anwendungsfeld gefunden.

Der Meilenstein wurde 2003 erreicht: Seitdem ist Welschofs Unternehmen mit einem patentierten System am Markt, das Geländer und Anprallschutz für Parkhäuser vereint. „Wir sind in einem Nieschenmarkt tätig und haben mit unseren Produkten ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt der Unternehmer. Mittlerweile trägt der Parkhausbereich rund 85 Prozent zum Jahresumsatz von sieben Millionen Euro bei. Für das Geschäftsjahr 2009 (Stichtag 31. März) rechnet der gebürtige Paderborner mit einem Umsatzplus von 20 Prozent. Im laufenden Jahr hat Welschof rund eine Millionen Euro in neue Maschinen investiert, „antizyklisch und langfristig denkend“. Auch für die kommenden zwölf Monate rechnet er mit einem durchschnittlichen Wachstum von zehn bis 15 Prozent, seit Firmengründung ging die Kurve stetig nach oben. 35 Mitarbeiter beschäftigt Welschof, davon rund ein Drittel in der Produktion, die übrigen in Vertrieb und Verwaltung. Der Firmensitz ist in der alten Landwirtschaftsschule in Salzkotten untergebracht, einem roten Klinkerbau mit historischen Wappen an der Fassade. Welschofs Büro ist der ehemalige Klassenraum seinen Dirk WelschofGroßvaters, so will es zumindest die Familiengeschichte, ganz glaubt es der heutige Chef nicht, sagt er mit einem gewinnenden Lachen. Als seinen Lieblingsort im Unternehmen bezeichnet der 47-jährige den hohen Raum mit dem hellen Parkettfußboden aber doch. Die Wand ziert eine gerahmte Konstruktionszeichnung, das Metallgestell des Glasbesprechungsraumes ist im eigenen Unternehmen entstanden.

Gedanken macht sich der verheiratete Familienvater aber nicht nur um neue Projekte für sein Unternehmen: „In fünf bis zehn Jahren werden wir riesige Probleme bei der Suche nach Fachkräften bekommen“. Gemeinsam mit anderen Firmeninhabern ist er deshalb bei der regionalen Vereinigung „Wir neuen Mittelständler“ aktiv, um zu zeigen, dass auch kleine Mittelständler attraktive Arbeitgeber für Fachkräfte sind. Auch das Thema Personalentwicklung im eigenen Haus nimmt für ihn eine bedeutende Roll ein. „Work-Life-Balance“ sei ein wichtiges Thema. Beim Thema Weiterbildung setzt er aktuell auf eine Inhouse-Lösung: Ab Januar wird ein Englischlehrer Chef und Mitarbeiter schulen – Welschof hat den englischen Markt als interessantes Absatzgebiet für seine Produkte ausgemacht. „Wir müssen beweglich sein“, sagt Welschof, „dafür braucht man seine Crew. Das ist die Basis.“ > Heiko Stoll

 

Bericht in der IUK OWL 01/2010

 

Über projekt w

projekt w ist ausgewiesener Spezialist und Marktführer im Bereich Systeme aus Stahl.
Die vier Hauptgeschäftsfelder unterteilen sich in Architekturfassaden, Parkhaustechnik, Begrünungs- und Dachsysteme sowie Lösungen für Lärmschutzwände.

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Kundenorientierung

Die Vielzahl an zufriedenen Kunden zeigt uns, dass die Orientierung unseres Handelns an den Anforderungen und Erwartungen der Kunden an erster Stelle stehen muss.

 

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